Vereinsgeschichte - Reformation

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Die Reformation 15./16. Jahrhundert und die Pestepidemien zwischen 1550 und 1590, die in ganz Mitteleuropa wüteten, sind nicht ganz spurlos an der Schützenbewegung vorbeigegangen. Die Bewohner von Nordhausen schlossen sich schon recht früh der Reformationsbewegung an. Infolgedessen war die Beibehaltung der alten katholischen Armbrustschützenordnung mit ihrer Annäherung an die geistlichen Ordensbrüderschaften auf die Dauer nicht mehr zu halten. Das bezeugen die neuen Statuten der Armbrustschützen vom Jahre 1588. Die Einladungen zu den Schützenhöfen fielen recht spärlich aus. Trotzdem können wir davon ausgehen, daß das Schützenwesen stetig gepflegt wurde.
Eines sollte nicht unerwähnt bleiben, daß die Heranziehung der Bürgerschaft zu den Kriegsübungen mit der Büchse die Hauptveranlassung zur Erhebung des Büchsenschützenwesens war. Lag doch die Verteidigung der Stadt noch im 17. Jahrhundert weniger in der Hand der geworbenen Söldner, sondern vor allem in den Händen der Bürgerkompanien.
Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts blühte das Schützenwesen, besonders das der Büchsenschützen wieder auf. Das Büchsenschützenwesen nahm sogar einen solchen Aufschwung, daß die Armbrust gänzlich in Verfall geriet. Die Blüte war jedoch von kurzer Dauer. Einige Einladungen finden sich aus den Jahren 1601 nach Halle und 1614 nach Dresden.
- Zu dem Schützenhof nach Halle, am 30. August bis 7. September, waren 156 Städte, darunter auch Nordhausen, eingeladen. Von den Geladenen kamen aber nur 50, auch Nordhausen nahm nicht teil.
- Im Jahre 1614 meldete der Kurfürst Johann Georg von Sachsen dem Rat zu Nordhausen, daß er bei der Ankunft vorneluner Gäste am 21. September zu Dresden ein Armbrust- und Stahlschießen halten will, wozu er den Rat auffordert, einige seiner besten Armbrust- und Stahlschützen zu senden.
   
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