Vereinsgeschichte - Schützenfeste 3


Details

    * Im Jahre 1486 schreiben der Rat, die Kleinodsmeister, Schützen und Schießgesellen zu Stolberg an die Nordhäuser, daß sie am 3. September ein Schießen veranstalten mit 8 Schüssen - nämlich 7 zu "sechs Nahen" um 12 zinnerne Kannen von je 3 Pfund, und 1 um 8 silberne Leuchter von je 5 Loth und 3 rheinische Gulden wert - und am folgenden Tag mit 8 Schüssen - 7 um 42 zinnerne Becher von 3,5 Pfund und 1 um 8 silberne Becher. Der Stand soll sein 138 Ellen. Zu diesem Schießen möge der Rat von Nordhausen wenigstens 12 ihrer Kleinodienmeister und Schützen senden, ihnen fröhliche Gesellschaft zu leisten. Herberge soll für sie bestellt werden. Können sie nicht kommen, so mögen sie es 14 Tage vorher schreiben, indem sie sonst Kost und Zehrung wie die Anwesenden zahlen müssen.
    * Im Jahre 1500 laden der Rat und "gemeinen Schießgesellen der Arrubrust und Büchsen zu Leipzig" die Schießgesellen zu Nordhausen zu einem Schützenhof ein, nach Gunst des Herzogs Georg von Sachsen, zum Gewinne von 100 rhein. Gulden u. v. m. Mit Armbrüsten soll geschossen werden von einem Sitze von 100 Ellen Entfernung, mit freien, schwebenden Armen und abgetrennten Wammsärmeln, auch so, daß die "Saul" nicht die Achseln und der Schlüssel die Brust nicht berühre, auf einem freien Stuhle ohne Lehne.
    * Die Büchsenschützen sollen 20 Schuß tun in eine unversehrte, schwebende Scheibe, 2,5 Ellen lang und breit, von einem 300 Ellen entfernten Stande. Dabei soll man schießen aufrecht, mit freiem schwebenden Anne und abgetrennten Wammsärmeln, ohne Schnurriemen und ohne Rauchpfanne, mit einem einfachen Absehen vom auf der Büchse und einem Löchlein hinten. Auch soll man ganz ohne Vorteil schießen, so daß die Büchse die Achsel hinten nicht berühre, und nicht mit zwei "Geladen" zu einem Schuß u. v. m.
   
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