Vereinsgeschichte - Schützenfeste 1


Details

Die Schützenfeste waren ursprünglich ein Maienfest und das Schützengrün ist das Maiengrün. Die Feste dauerten vom 1. Mai bis zur Sonnenwende. Mit dem Königsschießen endete solch ein Schützenhof. Der Schützenkönig wurde anfänglich nur mit einem Kranz geehrt, erst später gab es Schweine, Hühner und andere Naturalien.
Dieses Pfeil- und Armbrustschützenwesen nahm im 15. Jahrhundert einen lebhaften Aufschwung, dies beweisen die zahlreichen Einladungen anderer Schützengesellschaften zu denen die Nordhäuser Schützenbrüder ziemlich oft eingeladen wurden. 1459 nach Langensalza, nach Erfurt 1460, 1470, 1471, 1477, nach Mühlhausen 1482, nach Stolberg 1486, nach Sangerhausen 1491. Hier einige Beispiele:

    * Am Michaelstag 1459 laden ein der Rat, die Kleinodienmeister (Schatzmeister) und Schießgesellen zu Erfurt die Kleinodienmeister und Schießgesellen zu Nordhausen ein zu guter Gesellschaft und zu einem Schießen um 91 Schock alte Groschen (Haufen, Anzahl von 60 Stück). Die werden denen, welche kommen wollen, eine gute Herberge besorgen, worin ein jeder für sein Geld zehren mag. Wer aber, ohne 8 Tage vorher abzusagen, ausbleibt, soll dem Wirthe die Kost bezahlen.
    * Im Sept. 1460 schreiben die Kleinodienmeister, Schützen und Schießgesellen zu Erfurt an die Nordhäuser, daß sie um 103 Schock mit der Amibrust schießen wollen. Man soll beim Schießen 150 Ellen (55-85 m) vom Ziel entfernt sitzen oder stehen. Mehr als 6 Schützen sollen die Nordhäuser nicht senden. Für diese soll die Herberge bestellt werden, wo dieselbigen es wünschen, und darin mögen sie für ihr Geld zehren.
   
© ALLROUNDER