Vereinsgeschichte - Schießverbote


Details

Durch die größere Reichweite der Geschosse bekam die Kompanie erhebliche Schwierigkeiten. Schon Anfang der 40er Jahre wurde Klage geführt, daß Geschosse Passanten am Taschenberg gefährdeten.
1867 wurde das am Abend übliche Lampenschießen verboten, 1869 das Abschießen der Kanonen nicht mehr gestattet, 1871/72 das Schießen nach der Vogelstange untersagt und bereits 1877 verlangen die Stadtverordneten die Schließung des Schützenhauses. Erst 1882 zu 1883 konnte die Schließung durchgesetzt werden. Schon 1861 hatte die Kompanie den Neubau eines Schützenhauses beim Gehege beantragt und 1875 ihr die Anlage eines Schießgrabens und Kugelfangs am Kuhberg zu gestatten. Beides wurde nicht genehmigt. Erst am 10. Juli 1880 trat die Angelegenheit in ein neues Stadium, indem die seitens der Stadtverordneten eingesetzte Kommission ein Terrain am Eulenberg, hinter Pfarrer Hüpedes Garten empfahl (heute Holungsbügel). Es vergingen noch vier lange Jahre, ehe die neue Schießhalle und der neue Schießstand am 17. - 20. August 1884 eingeweiht werden konnten. In den Jahren, wo die Kompanie keinen eigenen Schießplatz besessen hatte, mußten ihre Schützenfeste an anderen Orten durchgeführt werden, so unter anderem am Tierschaurasen, wo vom 15. - 22. Juni 1862 ein großes Schützenfest stattfand, 1866 und 1876. Zu dem großen Schützenfest 1866 zählte die Kompanie 72 Mitglieder.
   
© ALLROUNDER