Vereinsgeschichte - Invasion

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Das Jahr 1806 brachte die französische Invasion und die westfälische Regierung. Die Ablieferung aller Waffen war eines der ersten Gebote der fremdländischen Herrschaft. Zwar erlangte der Sattlermeister Kropff eine mündlich zusagende Erlaubnis in Erfurt, aber erst seit dem 24. Juli 1807 wurde das Scheibenschießen offiziell wieder gestattet. Die 8 Monatsthaler für die regelmäßigen Schützenübungen wurden nicht mehr bewilligt.
Seit 1804 stehen 2 Hauptleute an der Spitze der Kompanie. Das waren der Senator C. W. Leberecht Brähme und der Advokat Ferdinant Samuel Jakob Lange. Dazu kommen 2 Lieutnants und ein Korporal. Am 1. März 1811 wurden der Kompanie neue Statuten genehmigt. Zu dieser Zeit hatte die Kompanie 50 Mitglieder. Nach Abzug der Besatzungstruppen erhielt die in westfälischer Zeit eingesetzte Satzung zunächst Änderungen. Die Verhandlungen mit der neuen preußischen Regierung die 1814 begannen und bei denen es um die Wiederherstellung der alten Kompanie ging, zogen sich bis in das Jahr 1818. Daraus ging hervor, daß die Stadt zu den Schützenscheiben, An- und Abschießen, sowie zu den Königsbecher mit 37 Thalern 2 Groschen und 11 Pfennige = 111 Mark und 37 Pfennige zu zahlen hatte. Mehrere neue Statuten wurden eingereicht bis dann schließlich im Jahre 1868 ein befriedigender Abschluß gefunden wurde 1817, 1823, 1849, 1855, 1868. Den Bedürfnissen der Zeit entsprechend mußten auch die jeweiligen Schießordnungen geändert werden 1851, 1864, 1884 und 1907.
Auch die Uniform, die 1805 eingeführt wurde, paßte sich den Anforderungen der damaligen Zeit an und war im Statut von 1868 geregelt.
Mit der Ablösung der dem Schützenkönig zustehenden Braugerechtigkeit, die 1826 erfolgte, geriet die Kompanie finanziell in eine mißliche Lage. Zwar erhielt die Kompanie 1829 eine Ablösesumme von 1.000 Thalern für die beiden Braulose und der Schützenkönig beim Freischießen seit 1828 15 Thaler.
   
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