Nordhäuser wird Schützenkönig in Charleville-Mezieres


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Steffen Romer errang den Titel „Roi du Tir“

Bei der Besuchsdelegation von Nordhäuser Sportlern zur Partnerstadt Charleville-Mezieres nahm auch eine Abordnung der Nordhäuser Schützenkompanie teil. Diese kehrte nun hoch dekoriert in ihre Heimatstadt zurück.

Anlässlich des jährlichen Sportlerbesuches der deutsch-französischen Partnerstädte organisierten die französischen Sportschützen vom 20. bis 24. September zahlreiche Vergleichswettkämpfe für ihre deutschen Sportsfreunde. Während die anderen Nordhäuser Sportvereine den Sportleraustausch auf die Jugendabteilungen beschränkte, repräsentierten die Nordhäuser Schützen gemeinsam mit ihren französischen Gastgebern eher die Erwachsenengeneration. Dies tat der freundschaftlichen Atmosphäre aber keinen Abbruch. Als erste der beteiligten Sportvereine wurde von den Sportschützen bereits vor Ort ein Gegenbesuch nächstes Jahr in Nordhausen fest vereinbart.

Neben den Disziplinen Luftgewehr und diversen z. T. modifizierten olympischen Kleinkaliberdisziplinen wurde sich auch im Armbrustschießen gemessen, wobei die deutschen Gäste sich in allen Disziplinen respektable Platzierungen sicherten.

Höhepunkt war, dass die deutschen Gäste sich an der Austragung des französischen Königsschießens beteiligen durften. Dieses wird – anders als in Deutschland – mit einer 150 cm langen historischen Armbrust ausgetragen, wobei jedem Schützen nur ein einziger Versuch zusteht. Ganz in tellscher Manier traf Steffen Romer, mit einem einzigen Schuss ins Schwarze und entschied mit einer glatten 10 den Wettbewerb und den Titel „Roi du Tir“ für sich.

Steffen Romer mit der Siegerscheibe bei der Preisverleihung

Abgerundet wurde das Besuchsprogramm durch die sprichwörtliche französische Gastfreundschaft mit regionalen Spezialitäten und als Höhepunkt einem Besuch in einer Champagnerkellerei im benachbarten Epernay, Hauptstadt der Champagne. Hans-Günter Hendrich, hat nun bis nächstes Jahr eine Menge Arbeit, den französischen Gästen der „Societe de Tir de Charleville-Mezieres“, so der Name des Partnervereins, beim Gegenbesuch ein ebenbürtiges Programm zu gestalten.

   
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